Enduro-Wanderseite

Die Touren und Berichte sind alle selbst erfahren, jedoch nicht unbedingt zur Nachahmung empfohlen. Teilweise erscheinen Strecken und Strassenzustände auf Fotos einfacher, als sie in Wirklichkeit sind!



Habt Sorge zur Natur,
damit wir unserm Hobby
noch lange nachgehen können!

Piemont 2009

Nach 24 Monaten Abstinenz ging die Reise nun endlich wieder einmal ins Piemont. Endurowandern wollen wir dort und das jeden Tag! Zur Einstimmung wollten wir bei der Anreise in Cervinia einen Zwischenhalt einlegen um dort zum Theodulpass 3306 müM hochzufahren. Aber nun der Reihe nach:

Am Samstagmorgen holt mich Daniel, der Sohn von Michel l'Allemand, in Widnau ab. Nachdem wir Töff und Gepäck verladen haben machen wir uns auf den Weg nach Italien. Nach einigen Stunden Autostrada und sehr vielen Spitzkehren treffen wir am Abend in Breuil-Cervinia ein. Dort beziehen wir das bestellte Hotelzimmer. Schon jetzt sind wir überwältigt von den umligenden Bergen, vorallem das nahe Matterhorn prägt die Siluette.

Am Sonntag können wir eine Eisschicht vom Motorradsattel enfernen, was das für unser Vorhaben bedeutet wird uns erst später klar werden. Also starten wir die Motoren und machen uns auf den Weg zur Seilbahnstation und folgen dem beschriebenen Weg, der bald zur Schotterpiste wird. GAR KEIN SCHILD, das unsere Freude trüben könnte, ist auszumachen. Demzufolge "klettern" wir, vorbei an Skiliften und Seilbahnstationen, in ungewohnte Höhen. Bei der Station Plan Maison winken uns zwei Wanderer zu sich und identifizieren sich als Carabineri, bingo! Doch zuerst wollen sie nur alle Papiere sehen

 

 

 

nacher werden wir freundlich darüber aufgekärt dass es im ganzen Tal verboten sei zu den Skiliften und Alpen hochzufahren. Doch die beiden Gesetzeshüter, wohl von unserer Fahrweise überzeugt, ermuntern uns doch noch bis ganz hoch zu fahren, wenn wir ja schon hier wären! Da lassen wir uns natürlich nicht lange bitten. Ab der nächsten Station geht es richtig zur Sache: Steil und grob. Offenbar wird die Strecke nun nass, nass? 1000 Höhenmeter weiter unten hatten wir Eis am Sitz - jaaaaaaa Schei.... das ist BLANKES EIS! Ein Weiterkommen unmöglich. Die Querfeldeinvariante haben wir nicht wollen, da wir ja nur "auf Bewährung" hier fuhren.
Aber immerhin 3183müM zeigt das GPS hier, und das ist unser H Ö H E N R E K O R D ! Jupiiiiii

 

 

 

 

  

Also rollen wir wieder hinunter zum Parkplatz, verladen die Spassgeräte, ziehen uns um und fahren rund 200km bis Oulx, wo wir uns mit den anderen Teilnehmern treffen und gleich unser Quartier beziehen.

 

 

 

Der Montag startet gleich mit meiner Lieblingsstrecke, via Pramant zum Jaffereau hoch. Dort finde ich auf Anhieb den Cache und deponiere dort meinen ersten TB.

 

 Zum Mitagessen fuhren wir hinunter nach Bardoneccia und danach wieder hoch zum Rif Guido Rey. Die bekantermassen anspruchsvolle Auffahrt wurde keineswegs belohnt, denn das Rifugio war verlassen. Zum Punt Colmon ging nach dem Abstieg die Reise, hier wehten wohl die Fahnen aber trotzdem war heute Ruhetag. Schlussendlich verpflegen wir uns vis a vis des Bahnhofes in Bardoneccia. Mit der erinnerung an die letzten Jahre begaben wir uns auf den Weg in Richtung Mulattiera. Früher war der Weg hier massiv abgerutscht, doch davon ist nichts mehr zu sehen.

Am Dienstag jedoch wird meine Höhenangst doch noch gefordert: Bei der Auffahrt zum Forte Foens gibt es immer noch die Abgerutschte Stelle wobei der Weg auf ca. 50m maximal 50cm breit ist. Während ich die Strecke zu Fuss bewältige fährt Michael meine DRZ durch den Engpass. Hinunter geht es dann auf einer kleinen Asphaltstrasse bis Rochemolles.

 

 

 

Zum Sommelier können wir heute problemlos aufsteigen obwohl es sehr viel Verkehr hatte. Auf den Fahnenhügel steige ich nur um 2 Caches zu loggen.
Mittagessen gab es dann im Rif. Scarfiotti, serviert von einem Tibetischen Inder. Da wir heute offenbar noch nicht gefordert wurden konnten wir anschliessend zum Tre Croci aufsteigen. Allerdings musste ich im obersten Drittel kapitulieren. Der Schotter war mir einfach zu lose, weshalb ich hier wendete und nach unten rollte.

 

 

 

Schon war Mittwoch und somit Wochenteilung oder Halbzeit. Manche möchten sagen Ruhetag. Wir stiegen via Sauze d'Oulx zum Colle Bourget hinauf und folgten der Assietta bis zum Colle Finestre. Glücklicherweise besteht hier KEIN Motorradfahrverbot mehr. Zum Mittaessen fahren wir die Stichstrasse zum Rifugio Selleries, wo wir wiederum köstlich verpflegt werden. Über Meana di Susa geht es ins Tal um sofort wieder nach oben zu klettern und duch einige kleine Weiler einer Höhenstrasse folgend nach Oulx zurückzufahren.

Nach Frankreich wollten wir am Donnerstag wandern. Von Susa fahren wir in Richtung Mont Cenins, standesgemäss auf der "alten" Strasse. Das war super, solange wir in Italien waren, doch kaum über der Grenze werden wir von 3 Mannen in kakifarbenen Uniformen angehalten. Freundlich informierten sie uns über die gängigen Vorschriften in Frankreich. Es gibt den Begriff "Carrossable" (fahrbar). Carrossable wege sind erlaubt ALLE anderne sind VERBOTEN. Carrossable sind alle Strassen, Original Gesetzestext: "Auf denen ein Familienvater mit einem Renault Clio seine Familie zum Picknick führen kann"   Ein sogenannter Gummiparagraph.
Ok, wir dürfen noch bis zur Strasse fahren, ebenfalls die Seestrasse ist offen. So fahren wir alle Carrossablen Wege und verpflegen uns danach im Rifugio am See. Über den Staudamm fürt auch eine Schotterpiste die uns zur Talfahrt bringt. Wie üblich nehmen wir nicht den direkten Weg, sondern finden viele kleine unbefestigte Strässchen bis nach Hause.

Der Freitag führt uns ins Val Agentiera. Dieses ist endlos und traumhaft, Natur pur! Wir geniessen es bis zum letzten Meter. Wir sind wohl so weit hinten dass sich nicht einmal mehr Füchse und Hasen hier einfinden.... Vor dem Gewitter flüchten zwangsweise den gleichen Weg zurück. Das Gewitter holt uns ein, bis zum Taleingan vor kommt es jedoch nicht und so trocknen wir bald wieder ab. Um den Rest der Assietta auch noch zu fahren steigen wir auf nach Sestriere. Das Südliche Stück dieser Aussichtsstrasse geniessen wir nocheinmal bis zum Col Bourgier wo wir abbiegen in Richtung Oulx.

 

 

Schade das wars schon wieder.... Aber es war eine sensationelle Woche dei wie immer professionell organisiert wurde von

Michel l'Allemand von enduro-france im Piemont

 

 

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